Für die Haaranalyse zur MPU brauchst du kein halbes Bündel Haare. Entscheidend sind eine klar definierte Länge und eine ausreichende Dicke der Strähnen. Das Labor muss den Konsum von Alkohol oder Drogen über mehrere Monate sicher beurteilen. Dafür genügen wenige, gezielt entnommene Haarsträhnen am Hinterkopf. In diesem Beitrag erfährst du, wie viele Strähnen nötig sind, welche Haarlänge verlangt wird und warum die Bleistiftstärke so wichtig ist. So kannst du vor deinem Termin prüfen, ob dein Haar wirklich geeignet ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Das Wichtigste in Kürze
- 2 Wie viel Haar braucht das Labor für eine MPU-Haaranalyse?
- 2.1 Wie viel Haar das Labor für die MPU-Analyse tatsächlich benötigt
- 2.2 Warum die Bleistiftstärke der Haarsträhnen entscheidend ist
- 2.3 Haarlänge und Nachweiszeitraum bei Alkohol (EtG)
- 2.4 Haarlänge und Nachweiszeitraum bei Drogenkonsum
- 2.5 Was mit den 10–50 mg Haar im Labor geschieht
- 2.6 Warum Entnahmestelle, Länge und Dicke zusammenpassen müssen
- 2.7 So bereitest du deine Haare optimal auf die Entnahme vor
- 2.8 Die Goldene Regel der Haarlänge: 3 cm vs. 6 cm
- 2.9 Kosmetische Behandlung: Färben, Tönen, Bleichen
- 2.10 Die forensischen Grenzwerte (Cut-Offs)
- 2.11 Fazit:
- 2.12 FAQ
Das Wichtigste in Kürze
- Für die MPU-Haaranalyse reichen meist 2–3 Haarsträhnen in etwa Bleistiftstärke.
- Die Strähnen werden direkt am Hinterkopf, kopfhautnah, abgeschnitten.
- Für Alkohol (EtG) untersucht das Labor maximal 3 cm Haarlänge, das entspricht etwa 3 Monaten Nachweiszeitraum.
- Für Drogenanalysen werden maximal 6 cm Haar geprüft, damit lässt sich ein Zeitraum von rund 6 Monaten abdecken.
- Im Labor werden aus der entnommenen Probe nur etwa 10–50 mg Haar tatsächlich analysiert – entscheidend sind deshalb vor allem Länge und Dicke der Strähnen.
Wie viel Haar braucht das Labor für eine MPU-Haaranalyse?
Für die MPU-Haaranalyse genügen in der Regel 2–3 Haarsträhnen in etwa Bleistiftstärke, die kopfhautnah am Hinterkopf abgeschnitten werden; für Alkohol werden maximal 3 cm Haarlänge (rund 3 Monate), für Drogen maximal 6 cm (rund 6 Monate) untersucht, wovon im Labor letztlich nur etwa 10–50 mg Haar tatsächlich analysiert werden.
Praxistipp: Haaranalyse für Abstinenznachweis ist der einfachste Weg
Wie viel Haar das Labor für die MPU-Analyse tatsächlich benötigt
Viele Menschen haben Angst, dass bei der MPU-Haaranalyse große Haarmengen abgeschnitten werden. Das ist nicht der Fall. Das Labor braucht nur eine kleine, gezielt entnommene Menge. In der Praxis werden meist 2–3 Haarsträhnen verwendet.
Diese Strähnen sollten in etwa die Dicke eines Bleistifts haben. Wichtig ist außerdem, dass sie direkt am Hinterkopf und so nah wie möglich an der Kopfhaut abgeschnitten werden. Dadurch werden genau die Abschnitte erfasst, die den relevanten Zeitraum abbilden. So bleibt deine Frisur weitgehend intakt, während das Labor trotzdem genügend Material für eine zuverlässige Analyse erhält.
Warum die Bleistiftstärke der Haarsträhnen entscheidend ist
Die geforderte Bleistiftstärke der Strähnen wirkt zunächst etwas abstrakt. Sie hat jedoch einen klaren Hintergrund. In einer Strähne dieser Dicke befinden sich viele einzelne Haare. Dadurch ist sichergestellt, dass das Labor bei der Analyse genug Material erhält.
Einzelne Haare können abbrechen oder sich beim Vorbereiten der Probe lösen. Wenn die Strähne ungefähr so dick ist wie ein Bleistift, fällt das nicht ins Gewicht. Außerdem ermöglicht die Dicke eine gleichmäßige Messung der Stoffkonzentrationen. Daher ist nicht nur die Länge, sondern auch die Dicke der Strähnen ein wichtiger Qualitätsfaktor.
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Haarlänge und Nachweiszeitraum bei Alkohol (EtG)
Bei Alkoholabstinenz wird im Haar das Abbauprodukt Ethylglucuronid (EtG) bestimmt. Hier spielt die Haarlänge eine zentrale Rolle. Für die MPU-Haaranalyse auf Alkohol werden maximal 3 cm Haarlänge untersucht. Diese 3 cm entsprechen ungefähr einem Nachweiszeitraum von 3 Monaten.
Längeres Haar wird zwar oft mit abgeschnitten, aber im Labor nur bis zu dieser Länge verwendet. So bleibt der betrachtete Zeitraum klar begrenzt. Wenn du also einen Abstinenznachweis über mehrere Zeiträume brauchst, werden entsprechend mehrere 3-cm-Segmente zu unterschiedlichen Terminen entnommen. Wichtig ist deshalb, dass deine Haare im relevanten Bereich mindestens 3 cm lang sind.
| Nachweisart | Maximale Haarlänge im Test | Typischer Nachweiszeitraum |
|---|---|---|
| Alkohol (EtG) | 3 cm | ca. 3 Monate |
Haarlänge und Nachweiszeitraum bei Drogenkonsum
Bei Drogen wird mit längeren Haarsegmenten gearbeitet. Für die MPU-Haaranalyse auf Drogen untersucht das Labor in der Regel maximal 6 cm Haar. Diese 6 cm decken ungefähr einen Zeitraum von 6 Monaten ab.
Dadurch kann über ein halbes Jahr nachvollzogen werden, ob Substanzen konsumiert wurden. Auch hier gilt: Das Haar darf insgesamt länger sein, analysiert wird aber nur der Abschnitt bis 6 cm ab der Kopfhaut. Wer einen längeren Abstinenzzeitraum nachweisen möchte, braucht daher mehrere Proben zu verschiedenen Terminen.
Entscheidend ist deswegen, dass am Hinterkopf genug Haarlänge vorhanden ist, um diese 6 cm sicher zu erreichen.
| Nachweisart | Maximale Haarlänge im Test | Typischer Nachweiszeitraum |
|---|---|---|
| Drogen | 6 cm | ca. 6 Monate |
Was mit den 10–50 mg Haar im Labor geschieht
Die optische Menge an Haar, die abgeschnitten wird, wirkt oft größer, als das, was tatsächlich im Labor verwendet wird. Aus der entnommenen Haarprobe werden später nur etwa 10–50 mg Haar analysiert. Das ist eine sehr kleine Menge.
Das Labor wählt aus der Strähne genau den Abschnitt in der passenden Länge aus. Dieser Teil wird gewaschen, zerkleinert und chemisch aufbereitet. Anschließend werden die relevanten Substanzen wie EtG oder Drogenabbauprodukte gemessen. Der Rest der entnommenen Haare wird nicht weiter benötigt. Darum ist die Sichtmenge für dich zwar auffällig, aber analytisch ist nur ein kleiner Teil entscheidend.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Anzahl der benötigten Haarsträhnen | 2–3 |
| Dicke der Strähnen | etwa Bleistiftstärke |
| Tatsächlich analysierte Haarmenge | ca. 10–50 mg |
| Typische Entnahmestelle | Hinterkopf, kopfhautnah |
Warum Entnahmestelle, Länge und Dicke zusammenpassen müssen
Für ein zuverlässiges Ergebnis reicht es nicht, nur die Menge grob zu schätzen. Die Entnahmestelle spielt eine große Rolle. Am Hinterkopf lassen sich Strähnen meist unauffällig entnehmen. Gleichzeitig ist das Haar dort oft dichter und gleichmäßiger gewachsen.
Die Strähnen werden kopfhautnah abgeschnitten, damit der aktuellste Abschnitt des Haarwachstums erfasst wird. Nur so stimmen Nachweiszeitraum und Haarlänge wirklich überein. Stimmen Entnahmestelle, Länge und Dicke zusammen, kann das Labor die Werte sicher interpretieren. Daher achten seriöse Stellen streng auf diese Vorgaben.
So bereitest du deine Haare optimal auf die Entnahme vor
Eine aufwendige Vorbereitung ist in der Regel nicht nötig. Wichtig ist vor allem, dass die Haare am Hinterkopf lang genug sind. Für Alkoholnachweise sollten dort mindestens 3 cm, für Drogennachweise mindestens 6 cm erreichbar sein. Achte darauf, dass keine radikalen Haarschnitte kurz vor dem Termin vorgenommen werden.
So bleibt der benötigte Haarabschnitt erhalten. Hilfreich kann es sein, den Entnahmebereich vorab mit dem Institut oder Arzt zu besprechen. Wenn du weißt, dass 2–3 Strähnen in Bleistiftstärke ausreichen, kannst du gelassener in den Termin gehen.
Die Goldene Regel der Haarlänge: 3 cm vs. 6 cm
Bei der Frage „Wieviel Haare für Haaranalyse?“ ist die exakte Länge entscheidend, da sie den Zeitraum der Abstinenz belegt. Das Haaranalyse-Verfahren folgt der Faustregel von 1 cm Wachstum pro Monat. Für den Alkohol-Abstinenznachweis (EtG) dürfen maximal 3 cm Haare ab der Kopfhaut untersucht werden, was einen Nachweiszeitraum von drei Monaten abdeckt.
Für den Drogen-Abstinenznachweis sind hingegen maximal 6 cm Haarlänge zulässig, womit Sie einen Zeitraum von sechs Monaten belegen können. Längere Haarsegmente dürfen nach den CTU-Kriterien nicht analysiert werden, um die Eindeutigkeit der Ergebnisse zu gewährleisten.
Kosmetische Behandlung: Färben, Tönen, Bleichen
Vorsicht: Kosmetisch behandelte Haare können das Ergebnis verfälschen Kosmetische Behandlungen wie Bleichen, Färben oder Tönen können die eingelagerten Substanzen im Haar zerstören oder abbauen, weshalb solche Haare die Frage „Wieviel Haare für Haaranalyse?“ quasi mit „Null“ beantworten.
Für den Alkohol-Nachweis (EtG) sind gefärbte oder gebleichte Haare grundsätzlich unzulässig. Bei einer Drogenfragestellung können Sie zwar die erste Probe mit kosmetisch behandeltem Haar abgeben; alle nachfolgenden Proben müssen jedoch aus unbehandeltem, neu gewachsenem Haar entnommen werden. Andernfalls müssen Sie auf Urinscreenings umsteigen.
Die forensischen Grenzwerte (Cut-Offs)
Die Menge und Länge der Haare stellt nur die Grundlage für die Analyse dar. Im Labor wird nicht nur ob Sie konsumiert haben, sondern wie viel gemessen. Bei der Alkohol-Haaranalyse wird das Abbauprodukt Ethylglucuronid (EtG) gemessen, dessen Ergebnis in Pikogramm pro Milligramm Haar (pg/mg Haar) angegeben wird.
Der kritische Cut-Off-Wert liegt bei 5 pg EtG/mg Haar. Werte darüber werden als konsumierend interpretiert und führen zu einem negativen Abstinenzbeleg. Erst durch das Unterschreiten dieses Wertes wird die erforderliche Abstinenz für die MPU belegt.
Fazit:
Eine MPU-Haaranalyse braucht weniger Haar, als viele befürchten – entscheidend sind passende Länge, Dicke und die korrekte Entnahme. Wenn du 2–3 Strähnen in Bleistiftstärke und ausreichender Länge am Hinterkopf hast, bist du meist bestens vorbereitet.
So vermeidest du Nachforderungen vom Labor, sparst Zeit und Nerven und erhöhst die Chance, dass dein Abstinenznachweis ohne Probleme anerkannt wird. Informiere dich frühzeitig, kläre offene Fragen mit dem Labor und gehe mit einem guten Gefühl in deine MPU-Vorbereitung. Dein Haar kann zum entscheidenden Pluspunkt werden.
Quellen:
- TÜV NORD: FAQ Abstinenznachweis Haaranalyse
- Universität Zürich (Rechtsmedizin): Nachweis psychotroper Substanzen (PDF)
- Labor Enders: Informationen zur forensischen Haarprobe
FAQ
Wie viele Haare werden genau für eine Analyse benötigt?
Es werden in der Regel zwei oder drei Haarbündel von etwa der Dicke eines handelsüblichen Bleistifts benötigt. Diese Menge entspricht laborintern einer Masse von mindestens 100 Milligramm Material.
Wie lang müssen meine Haare für einen 12-monatigen Drogennachweis sein?
Für einen 12-monatigen Nachweis müssen Sie zwei aufeinanderfolgende Haaranalysen im Abstand von 6 Monaten durchführen lassen. Da pro Analyse maximal 6 cm (6 Monate) untersucht werden dürfen, ist eine Haarlänge von mindestens 6,5 cm zum Entnahmezeitpunkt notwendig.
Wo am Kopf werden die Haare für die Analyse abgeschnitten?
Die Haare werden bevorzugt am Hinterkopf (Hinterhaupthöcker) abgeschnitten, da dort das Haarwachstum in der Regel am regelmäßigsten ist. Die Entnahme erfolgt unmittelbar an der Kopfhaut.
Welche Haare dürfen nicht für den Alkoholnachweis verwendet werden?
Achselhaare, Schamhaare und andere Körperhaare sind für den Nachweis von Ethylglucuronid (EtG) im Rahmen der MPU nicht zugelassen. Für EtG muss zwingend Kopfhaar verwendet werden.
Was passiert, wenn ich zu kurze Haare habe?
Wenn die Haare für den gewünschten Nachweiszeitraum zu kurz sind, muss die verbleibende Abstinenzzeit über Urinscreenings nachgewiesen werden. Dies ist der einzige Weg, die fehlenden Monate zu belegen, bis wieder genügend Haarlänge vorhanden ist.
Wird Haarlack oder Gel die Analyse verfälschen?
Nein, normale Kosmetika wie Gel oder Haarspray verfälschen die Analyse der Substanzen im Haarinneren nicht. Vor der Probenentnahme werden die Haare im Labor ohnehin standardmäßig von außen gereinigt.
Was ist der Unterschied zwischen der Analysenlänge von 3 cm und 6 cm?
3 cm Haarlänge werden maximal für den Nachweis der Alkoholabstinenz (EtG) akzeptiert, was einem Zeitraum von 3 Monaten entspricht. 6 cm Haarlänge werden maximal für den Nachweis der Drogenabstinenz (BTM) akzeptiert, was 6 Monaten entspricht.
Wie viel von der Haarprobe wird im Labor wirklich untersucht?
Von der gesamten entnommenen Haarsträhne wird nur eine sehr geringe Menge eingewogen, typischerweise zwischen 10 und 50 Milligramm. Der Rest der Probe wird als Rückstellprobe (B-Probe) für eine eventuelle Gegenanalyse aufbewahrt.
Warum ist es wichtig, die Haare kopfhautnah abzuschneiden?
Der kopfhautnahe Schnitt ist wichtig, weil die Haare Substanzen erst an der Haarwurzel einlagern. Der Gutachter benötigt das Haarsegment, das dem Start des Abstinenzzeitraums am nächsten liegt, um diesen lückenlos zu belegen.
Kann ich Achsel- oder Barthaare für den Drogennachweis nutzen?
Körperhaare (Bart-, Brust- oder Achselhaare) sind nur in Ausnahmefällen erlaubt, wenn keine Kopfhaare verfügbar sind. Sie sind jedoch weniger genau, da ihre Wachstumsgeschwindigkeit nicht der 1-cm-pro-Monat-Regel folgt.
