Wenn es um Alkohol und MPU geht, ist die zentrale Frage oft: Reicht kontrolliertes Trinken (kT) – oder ist Abstinenz zwingend? Ein Gutachter fordert zwingend Abstinenz, sobald Anzeichen einer Alkoholabhängigkeit vorliegen oder der Vorfall als schwerwiegend gilt.
Denn dann wird kT als nicht tragfähig bewertet. Entscheidend sind dabei klare Kriterien wie Abhängigkeitssymptome, sehr hohe Promillewerte, Wiederholungstaten und Befunde aus der forensischen Begutachtung (z. B. FFI). Wer hier falsch plant, verliert Zeit, Geld und riskiert eine negative MPU.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Das Wichtigste in Kürze
- 2 Wann fordert ein MPU-Gutachter zwingend Abstinenz statt kontrolliertem Trinken?
- 2.1 Warum Gutachter bei schweren Fällen Abstinenz verlangen
- 2.2 Wann Abstinenz zwingend ist: Die entscheidenden Kriterien
- 2.3 Alkoholabhängigkeit und FFI: Warum kT dann nicht tragfähig ist
- 2.4 Promillewerte und Vorfall-Schwere: Was die Grenze praktisch bedeutet
- 2.5 Mehrfachverstöße: Warum Wiederholungstaten fast immer Abstinenz nach sich ziehen
- 2.6 Abstinenz vs. kontrolliertes Trinken: Der direkte Vergleich in der MPU
- 2.7 Gutachter-Entscheidung: Stabilität, Problembewusstsein und Nachweise
- 2.8 Giftfestigkeit als Indikator für Abstinenzpflicht
- 2.9 PEth-Nachweise zur Absicherung des kontrollierten Trinkens
- 2.10 Fazit
- 2.11 FAQ
Das Wichtigste in Kürze
- Abstinenz ist zwingend, wenn Hinweise auf Alkoholabhängigkeit bestehen oder das Delikt schwerwiegend ist, weil kT dann nicht als stabil gilt.
- Sehr hohe Promillewerte (oft über 2,0–2,5 ‰) sprechen für eine schwere Problematik und lenken die Bewertung Richtung Abstinenz.
- Mehrfachverstöße im Straßenverkehr gelten als starkes Risikosignal und machen kT meist unplausibel.
- FFI-Ergebnisse und weitere gutachterliche Befunde können Suchtmerkmale bestätigen und Abstinenz erforderlich machen.
- Der Gutachter bewertet neben Fakten vor allem Stabilität, Problembewusstsein und belastbare Nachweise (z. B. Haaranalyse, Leberwerte).
Wann fordert ein MPU-Gutachter zwingend Abstinenz statt kontrolliertem Trinken?
Zwingende Abstinenz wird verlangt, wenn Anzeichen einer Alkoholabhängigkeit vorliegen oder der Vorfall schwerwiegend ist, etwa bei sehr hohen Promillewerten, Mehrfachverstößen oder Suchtmerkmalen in der forensischen Begutachtung. Dann gilt kontrolliertes Trinken als nicht tragfähig.
Warum Gutachter bei schweren Fällen Abstinenz verlangen
Ein Gutachter fordert zwingend Abstinenz, wenn Anzeichen einer Alkoholabhängigkeit vorliegen oder der Vorfall schwerwiegend ist, weil kontrolliertes Trinken (kT) dann als nicht tragfähig gilt. Das ist der Kernpunkt, an dem viele Betroffene scheitern, weil sie kT als „leichtere“ Option sehen.
In der Begutachtung zählt jedoch nicht Wunschdenken, sondern Risikominimierung für die Verkehrssicherheit. Schwere Fälle deuten darauf hin, dass die Selbststeuerung beim Alkohol nicht zuverlässig funktioniert. Und genau diese Selbststeuerung ist die Grundlage von kT.
Wenn sie bereits nachweislich brüchig ist, wird Abstinenz als stabilerer Weg bewertet. Der Gutachter muss nachvollziehbar begründen können, warum künftig kein erneutes Risiko entsteht. Deshalb wird bei deutlichen Warnsignalen die strengere, aber tragfähigere Lösung verlangt.
Wann Abstinenz zwingend ist: Die entscheidenden Kriterien
Abstinenz wird vor allem dann verlangt, wenn mehrere klare Kriterien erfüllt sind. Das wichtigste Kriterium ist Alkoholabhängigkeit, zum Beispiel erkennbar an Entzugssymptomen, Kontrollverlust oder einer medizinischen Vorgeschichte wie einer Entgiftung.
Auch ein hoher Promillewert beim Delikt ist ein starkes Warnsignal. Werte über 2,0 bis 2,5 ‰ gelten häufig als Hinweis auf eine schwerwiegende Problematik. Mehrfachverstöße im Straßenverkehr verschärfen die Lage zusätzlich, weil sie eine erhöhte Risikobereitschaft zeigen.
Hinzu kommen FFI-Ergebnisse aus der forensischen Begutachtung, die Suchtmerkmale festhalten können. Je klarer diese Punkte in Richtung Abhängigkeit oder schwere Auffälligkeit zeigen, desto weniger ist kT argumentierbar. Dann ist Abstinenz nicht nur sinnvoll, sondern aus Gutachtersicht zwingend.
Alkoholabhängigkeit und FFI: Warum kT dann nicht tragfähig ist
Sobald Anzeichen einer Alkoholabhängigkeit vorliegen, kippt die Beurteilung fast automatisch in Richtung Abstinenz. Der Grund ist logisch: Kontrolliertes Trinken setzt voraus, dass eine Person ihren Konsum dauerhaft begrenzen kann. Bei Abhängigkeit ist genau diese Kontrolle typischerweise gestört.

Hinweise darauf sind Entzugssymptome, Kontrollverlust oder eine Vorgeschichte mit Entgiftung oder Behandlung. Zusätzlich kann das FFI in der forensischen Begutachtung Suchtmerkmale sichtbar machen. Das ist für den Gutachter ein starkes Signal, weil es nicht nur um einen „Ausrutscher“ geht. Stattdessen steht die Frage im Raum, ob Alkohol ein festes Muster im Leben geworden ist.
In solchen Konstellationen wirken kT-Pläne oft wie eine Absichtserklärung ohne tragfähige Basis. Deshalb wird Abstinenz als stabilere und sicherere Veränderung bewertet. Wer hier trotzdem auf kT setzt, gerät schnell in Widersprüche und verliert Glaubwürdigkeit.
Promillewerte und Vorfall-Schwere: Was die Grenze praktisch bedeutet
Hohe Promillewerte sind in der MPU nicht nur Zahlen, sondern Risikoindikatoren. Besonders Werte über 2,0 bis 2,5 ‰ werden häufig als Hinweis auf eine schwere Problematik verstanden. Denn solche Werte erreichen viele Menschen nicht „zufällig“, sondern meist bei hoher Toleranz oder sehr riskantem Konsum.
Das spricht gegen die Annahme eines einmaligen Fehlers. Je schwerwiegender der Vorfall wirkt, desto strenger wird die Hypothese zur Fahreignung gewählt. Auch die konkrete Situation zählt, etwa ob es zu Ausfallerscheinungen oder einem gefährlichen Ablauf kam.
In der Praxis bedeutet das: Je höher der Wert und je gravierender das Ereignis, desto weniger Spielraum bleibt für kT. Der Gutachter muss schließlich beurteilen, ob künftig ein sicherer Umgang mit Alkohol und Verkehr realistisch ist. Bei extremen Werten wird diese Prognose oft nur mit Abstinenz als stabiler Veränderung nachvollziehbar.
Mehrfachverstöße: Warum Wiederholungstaten fast immer Abstinenz nach sich ziehen
Mehrfachverstöße sind aus gutachterlicher Sicht ein besonders starkes Alarmsignal. Denn sie zeigen, dass ein früherer Vorfall nicht zu einer dauerhaften Verhaltensänderung geführt hat. Genau das ist aber die zentrale Anforderung der MPU.
Wiederholtes Fahren unter Alkoholeinfluss wirkt wie ein Muster und nicht wie ein Ausrutscher. Außerdem deutet es auf eine erhöhte Risikobereitschaft hin. Das untergräbt die Glaubwürdigkeit eines kT-Konzepts, weil kT stabile Regeln, klare Grenzen und konsequentes Handeln voraussetzt.
Wenn es bereits mehrfach zu Regelbrüchen kam, fragt der Gutachter zu Recht: Warum sollte es künftig anders sein? In solchen Fällen wird Abstinenz als klarer Schnitt bewertet, der weniger Interpretationsspielraum lässt. Damit wird die Prognose „kein Rückfall im Straßenverkehr“ deutlich belastbarer.
Abstinenz vs. kontrolliertes Trinken: Der direkte Vergleich in der MPU
Viele Betroffene müssen entscheiden, welchen Weg sie in der MPU schlüssig vertreten können. Dabei hilft ein klarer Vergleich, weil die Anforderungen sich deutlich unterscheiden. Abstinenz ist vor allem dann zwingend, wenn Abhängigkeit, sehr hohe Promillewerte oder Mehrfachverstöße im Raum stehen.
Kontrolliertes Trinken wird eher bei weniger gravierenden Konstellationen diskutiert. Wichtig ist auch der Nachweiszeitraum, weil ohne belegbare Fakten kaum eine stabile Änderung glaubhaft ist. Zudem spielt die MPU-Hypothese eine Rolle, die die Richtung der Begutachtung vorgibt.
Wer hier falsch einordnet, riskiert, dass der Gutachter die Strategie nicht akzeptiert. Dann wird aus einem geplanten kT-Konzept plötzlich eine Abstinenz-Forderung – und die vorhandenen Nachweise passen nicht mehr. Der folgende Überblick zeigt die Unterschiede kompakt.
| Kriterium | Abstinenz zwingend | kT möglich |
|---|---|---|
| Promille | >2,5 ‰ | <2,0 ‰ |
| Vorfälle | Mehrfach | Einmalig |
| Abhängigkeit | Ja | Nein |
| Nachweis | 6–12 Monate 0,0 ‰ | 6 Monate Limits (z. B. 20g/Tag) |
| MPU-Hypothese | A3/A4 | A1/A2 |
Gutachter-Entscheidung: Stabilität, Problembewusstsein und Nachweise
Am Ende entscheidet nicht nur ein einzelner Wert, sondern das Gesamtbild. Der Gutachter prüft, ob die Veränderung stabil ist und ob echtes Problembewusstsein vorhanden ist. Dazu gehören nachvollziehbare Erklärungen, warum es zum Delikt kam und was sich seitdem konkret geändert hat.
Ein zentraler Punkt ist das Nachweismaterial, etwa Haaranalysen oder Leberwerte, die den Umgang mit Alkohol stützen sollen. Wenn ein kT-Konzept auf dem Papier steht, aber inhaltlich nicht plausibel wirkt, entsteht sofort Zweifel. Unplausible Strategien sind zum Beispiel vage Regeln, fehlende Schutzmaßnahmen oder widersprüchliche Aussagen zum Konsum.
Dann kann der Gutachter auf Abstinenz umschalten, um die Fahrsicherheit abzusichern. Das ist besonders relevant, weil der Gutachter eine belastbare Prognose treffen muss. Wer eine klare, konsistente Linie hat und passende Nachweise liefert, reduziert dieses Risiko deutlich.
Giftfestigkeit als Indikator für Abstinenzpflicht
Ein entscheidender Faktor bei der Frage „Abstinenzpflicht vs. Kontrolliertes Trinken: Wann fordert der Gutachter zwingend Abstinenz?“ ist die Giftfestigkeit. Wenn Sie bei Ihrer Trunkenheitsfahrt einen hohen Promillewert aufwiesen, aber dennoch fähig waren, ein Fahrzeug sicher zu führen oder komplexe Sätze zu bilden, deutet dies auf eine massive Alkoholgewöhnung hin.
In der MPU wird diese Toleranzbildung als Zeichen einer fortgeschrittenen Problematik gewertet. Der Gutachter geht davon aus, dass das Kontrollvermögen bereits so stark geschädigt ist, dass ein „kontrolliertes Trinken“ biologisch kaum noch möglich ist.
In solchen Fällen wird die Abstinenzpflicht alternativlos, da das Risiko eines Rückfalls in alte Trinkmuster als zu hoch eingestuft wird. Wer hier nicht mit einer stabilen Abstinenz aufwartet, riskiert ein negatives Gutachten, da die gewählte Vermeidungsstrategie nicht zum Grad der Alkoholgewöhnung passt.
Die Hypothesen der 4. Auflage der Beurteilungskriterien
Seit Einführung der 4. Auflage der Beurteilungskriterien ist die Grenze zwischen Abstinenzpflicht vs. Kontrolliertes Trinken schärfer definiert. Gutachter arbeiten mit sogenannten Hypothesen: A1 steht für Alkoholabhängigkeit, A2 für eine fortgeschrittene Alkoholproblematik und A3 für eine Alkoholgefährdung.
Während bei A1 und A2 eine strikte Abstinenz von mindestens 12 bis 15 Monaten gefordert wird, ist das kontrollierte Trinken meist nur noch in der Kategorie A3 (Gefährdung) als Strategie zulässig.
Wann fordert der Gutachter zwingend Abstinenz? Immer dann, wenn die Diagnose auf eine fehlende Steuerung oder eine tieferliegende psychische Abhängigkeit hindeutet. Eine korrekte Selbsteinschätzung anhand dieser Hypothesen ist die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche MPU-Vorbereitung, da ein falscher Ansatz (kT statt Abstinenz) zum sofortigen Nichtbestehen führt.
PEth-Nachweise zur Absicherung des kontrollierten Trinkens
Wer sich für das kontrollierte Trinken entscheidet, steht vor der Herausforderung, dies dem Gutachter glaubhaft zu belegen. Hier bietet der PEth-Wert (Phosphatidylethanol) eine hervorragende Möglichkeit zur Absicherung.
Im Gegensatz zum EtG-Nachweis, der bei kontrolliertem Trinken oft schwierig zu interpretieren ist, kann der PEth-Wert im Blut genau zwischen völliger Abstinenz, moderatem Konsum und missbräuchlichem Trinken unterscheiden. Wann fordert der Gutachter zwingend Abstinenz? Wenn er Zweifel an der Disziplin des Teilnehmers hat.
Durch regelmäßige PEth-Befunde können Sie jedoch schwarz auf weiß beweisen, dass Sie die strengen Vorgaben des kontrollierten Trinkens (geringe Mengen, seltene Anlässe) einhalten. Dies baut die notwendige Brücke der Glaubwürdigkeit und zeigt, dass Sie sich intensiv mit Ihrem Konsumverhalten auseinandergesetzt haben und die Kontrolle über Ihr Trinkverhalten zurückgewonnen haben.
Fazit
Wenn Anzeichen einer Alkoholabhängigkeit vorliegen oder der Vorfall schwerwiegend ist, führt an Abstinenz meist kein Weg vorbei – weil kontrolliertes Trinken dann als nicht tragfähig gilt. Genau hier entscheidet sich, ob deine MPU-Strategie realistisch ist oder dich in eine Sackgasse führt. Prüfe ehrlich: Promillehöhe, Wiederholungstaten, medizinische Hinweise und FFI-Befunde. Baue dann konsequent passende Nachweise und eine stimmige Erklärung auf. Wer das sauber umsetzt, erhöht die Chancen auf ein positives Gutachten spürbar.
Quellen:
- Bussgeldkatalog: Kontrolliertes Trinken oder Abstinenz?
- MPU-Akademie: Kriterien für die Abstinenzpflicht
- TÜV SÜD: Leitlinien zur Begutachtung der Fahreignung
FAQ
Wann fordert der Gutachter zwingend Abstinenz statt kontrolliertem Trinken?
Eine Abstinenzpflicht wird immer dann angeordnet, wenn eine Alkoholabhängigkeit oder eine fortgeschrittene Giftfestigkeit diagnostiziert wird. In diesen Fällen geht der Psychologe davon aus, dass ein moderater Konsum aufgrund der körperlichen und psychischen Gewöhnung nicht mehr dauerhaft aufrechterhalten werden kann.
Kann ich bei 1,8 Promille noch kontrolliertes Trinken angeben?
Bei Werten über 1,6 Promille ist kontrolliertes Trinken zwar theoretisch möglich, wird aber durch die geforderte psychologische Tiefe extrem schwierig zu begründen. Ab 2,0 Promille fordert der Gutachter in der Regel zwingend einen Abstinenznachweis, da eine schwere Alkoholproblematik unterstellt wird.
Wie lange muss ich Abstinenz nachweisen, wenn sie gefordert wird?
In den meisten Fällen verlangen die Beurteilungskriterien einen Zeitraum von 12 Monaten, in schweren Fällen (Abhängigkeit) sogar bis zu 15 Monate. Nur in seltenen Ausnahmefällen bei geringerer Problematik können 6 Monate ausreichend sein, sofern eine intensive Therapie oder Beratung stattfand.
Was ist der PEth-Wert und warum ist er wichtig für kT?
Der PEth-Wert ist ein direkter Alkoholmarker im Blut, der den Konsum der letzten zwei bis drei Wochen widerspiegelt. Er ist für das kontrollierte Trinken ideal, da er moderaten Genuss von missbräuchlichem Konsum wissenschaftlich abgrenzen kann und somit Ihre Glaubwürdigkeit stärkt.
Reicht ein Trinktagebuch für das kontrollierte Trinken aus?
Ein Trinktagebuch ist eine wichtige dokumentarische Stütze, aber ohne die psychologische Aufarbeitung der Trinkmotive bleibt es wirkungslos. Der Gutachter möchte sehen, dass Sie die inneren Ursachen für Ihren früheren Missbrauch erkannt und funktionierende Vermeidungsstrategien entwickelt haben.
Was passiert, wenn ich bei der MPU beim kontrollierten Trinken lüge?
Gutachter sind darauf geschult, Widersprüche in der Trinkhistorie und den psychologischen Motiven aufzudecken. Wenn Ihre Labordaten nicht zu Ihren Schilderungen passen oder die Giftfestigkeit verschwiegen wird, führt dies unweigerlich zu einem negativen Gutachten wegen fehlender Aufarbeitung.
Gilt kontrolliertes Trinken auch für Drogen-Fragestellungen?
Nein, im Bereich der illegalen Drogen gibt es das Konzept des kontrollierten Konsums im Rahmen der MPU nicht. Hier wird grundsätzlich eine strikte und dauerhafte Abstinenz gefordert, die durch entsprechende Screenings über 6 bis 12 Monate belegt werden muss.
Warum ist die 4. Auflage der Beurteilungskriterien so wichtig?
Die 4. Auflage bildet die aktuelle Rechtsgrundlage für alle MPU-Gutachter und legt fest, wie Befunde interpretiert werden müssen. Sie enthält verschärfte Anforderungen an die Diagnosegruppen und die Dauer der notwendigen Abstinenznachweise für eine positive Prognose.
Kann ich nach einer Abhängigkeitsdiagnose jemals wieder kontrolliert trinken?
Aus Sicht der MPU-Leitlinien ist bei einer diagnostizierten Abhängigkeit (Hypothese A1) eine lebenslange Abstinenz erforderlich. Ein Rückkehrversuch zum kontrollierten Trinken wird als Rückfall in die Sucht gewertet und führt dauerhaft zum Verlust der Fahreignung.
Welche Anlässe sind beim kontrollierten Trinken erlaubt?
Erlaubt sind nur im Voraus geplante, besondere Anlässe wie Geburtstage oder Feiertage, wobei die Menge auf maximal 1-2 Trinkeinheiten begrenzt sein muss. Spontanes Trinken oder Trinken zur Entspannung bei Stress ist strikt untersagt und widerspricht dem Konzept des kT.
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