Abstinenznachweis beim Hausarzt

Kann ich einen Abstinenznachweis beim Hausarzt machen?

Abstinenznachweis beim Hausarzt
Abstinenznachweis beim Hausarzt
Rein fachlich betrachtet ist der Hausarzt selbstverständlich gut in der Lage, einen Abstinenznachweis aktiv durchzuführen. In den meisten Fällen könnte er allerdings nur die Haar- oder Urinprobe entnehmen, müsste diese jedoch von einem sachkundigen Labor untersuchen lassen. Einen Abstinenznachweis beim Hausarzt für die MPU ist leider nicht möglich.

Allerdings darf der Hausarzt keine Abstinenznachweise durchführen, die rechtswirksam sind, etwa in Bezug auf das Wiedererlangen der Fahrerlaubnis. Eine Begleitung des Entzuges und der als dauerhaft angestrebten Abstinenz durch den Hausarzt ist allerdings möglich und sogar gewünscht. Denn der Abstinenznachweis ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn man tatsächlich clean beziehungsweise trocken ist.


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Wer darf einen Abstinenznachweis durchführen?

Laut der am 01.05.2014 in Kraft getretenen 3. Auflage der „Urteilsbildung in der Fahreignungsbegutachtung – Beurteilungskriterien“, herausgegeben durch die Deutsche Gesellschaft für Verkehrspsychologie (DGVP) und die Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmedizin (DGVM), dürfen nur bestimmte Ärzte einen Abstinenznachweis durchführen.

Abstinenznachweis beim Hausarzt ist in den meisten Fällen nicht möglich. Zulässig ist der Abstinenznachweis durch Ärzte mit der Gebietsbezeichnung Rechtsmedizin, Ärzte oder Toxikologen an einem im forensischen Bereich akkreditierten Labor oder durch einen entsprechend qualifizierten, in der öffentlichen Verwaltung beschäftigen Mediziner. Auch Ärzte, die eine spezielle Qualifikation für forensische Abstinenzkontrollen durch entsprechende Weiterbildungen nachweisen können, dürfen einen Abstinenznachweis durchführen.

Abstinenznachweis wo machen?

Wer zur Durchführung eines Abstinenznachweises verpflichtet wird, wendet sich zu diesem Zwecke am besten an das Gesundheitsamt oder an Einrichtungen wie den TÜV oder die DEKRA. Darüber hinaus sind rechtsmedizinische Institute geeignete Ansprechpartner für einen Abstinenznachweis, erklärt MPU-Expertin Monika Sedlmeier von www.emotionale-balance.info.

Hausärzte und die meisten Fachärzte dürfen einen Abstinenznachweis zwar selbst nicht durchführen. Sie stehen Betroffenen aber gerne beratend zur Seite und können geeignete, fachkundige Stellen in der Stadt oder der Region empfehlen.

Tipp zum Abstinenznachweis bestehen: Ist das fälschen von Haarproben möglich?

Wie bekomme ich einen Abstinenznachweis?

Zum Nachweis der Alkoholabstinenz wird Ethylglucuronid (EtG) im Urin oder im Haar getestet. EtG ist ein Abbauprodukt von Alkohol und daher nur nachweisbar, wenn die Person auch Alkohol konsumiert hat. Zum Nachweis der Abstinenz können Sie zwischen einem Urintest und einem Haartest wählen.

Urintest für Abstinenznachweis

Bei Urintests gibt es zwei mögliche Nachweiszeitpunkte, um Drogen- oder Alkoholabstinenz nachzuweisen:
6 Monate = 4 Urintests
12 Monate = 6 Urintests

Haaranalyse für Abstinenznachweis

Für die Haaranalyse ist ausreichend langes und ungekämmtes Haar erforderlich, das nicht gefärbt, gefärbt oder gebleicht sein sollte. Bei der Haaranalyse auf EtG (Alkohol) können Haarsegmente bis zu 3,0 cm am Kopf und bei Drogen Haarsegmente bis zu 6,0cm am Kopf untersucht werden. Eine Haarlänge von 1 cm entspricht etwa einem Monat. Vier Haaranalysen sind erforderlich, um ein Jahr Alkoholabstinenz nachzuweisen, und zwei Haaranalysen sind erforderlich, um ein Jahr Drogenabstinenz nachzuweisen.

Wer ordnet den Abstinenznachweis an?

Sie fragen sich vielleicht immer noch, ob Sie ein Abstinenzprogramm brauchen. Nach unserer Erfahrung gilt dies für fast alle Klienten, die zu einer medizinisch-psychologischen Untersuchung eingeladen werden.

Tatsächlich steht oft nirgendwo, dass man einen Abstinenztest machen muss! Hier liegt das Problem im Verfahren. Niemand verlangt einen Nachweis der Abstinenz! Sie müssen es allein und auf eigene Faust tun. Hier kommt es oft zu sehr langen Wartezeiten, weil die Kunden dies nicht wissen und deshalb möglicherweise erst viel später zum MFU kommen.

Weder die Fahrerlaubnisbehörde noch die Polizei stellen Ihnen einen solchen Antrag zur Verfügung (was äußerst ärgerlich ist – genauso wenig wie Ihnen jemand sagt, dass Sie keinen Nüchternheitstest beim Arzt machen sollten, sagt Ihnen jemand, WANN Sie überhaupt einen machen sollten).

Möchten Sie wissen, ob Sie ein Nüchternheitsprogramm benötigen? Dann mailen Sie uns und wir werden Ihren Fall prüfen! In der Regel entscheidet die Behörde, wann Sie einen zusätzlichen Nüchternheitsnachweis erbringen müssen. In einigen Fällen verlangt die Führerscheinstelle ein medizinisch-psychologisches Gutachten (MPU).

Bevor sie den Führerschein nach einem Fahrverbot neu ausstellt ist von Ihnen einiges zu tun. Die Führerscheinstelle kann den Führerschein nach Rechtskraft des Bußgeldbescheids, d.h. 14 Tage nach Erhalt des Bußgeldbescheids, entziehen. In diesem Fall dauert es in der Regel 1 bis 3 Monate, bis die Führerscheinstelle Sie wegen der MPU kontaktiert.

Wann kann man mit dem Abstinenznachweis beginnen?

Die Fahrerlaubnisbehörden nutzen die MPU, um Ihre Fahreignung bei der Erteilung einer neuen Fahrerlaubnis oder beim Entzug Ihrer Fahrerlaubnis zu überprüfen. Bei einer MPU wird bei einer ärztlichen Untersuchung auf Drogen- und Alkoholabhängigkeit getestet.

Häufig wird der Nachweis einer mehrmonatigen Abstinenz verlangt. Zu diesem Zweck bieten wir einen Entzugstest mit Dokumentation an. Ein Verkehrspsychologe kann Ihnen Auskunft über den genauen Zeitraum geben, in dem die Abstinenz nachgewiesen werden muss.

Die erfolgreiche Teilnahme an einem Abstinenzprogramm ist Voraussetzung für den Abschluss der MPU. Selbstverständlich wird unser Prüfprogramm nach den aktuellen CTU-Kriterien durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss des Programms ist der Abstinenznachweis 2 Monate lang für 6 Monate und 4 Monate lang für 12 Monate gültig.

Wie die Abstinenz nachweisen?

Der Abstinenznachweis ist der Beleg, über einen festgelegten Zeitraum keine Drogen und keinen beziehungsweise nur wenig Alkohol konsumiert zu haben. Nachgewiesen wird dies durch Haar- oder Urinproben. Hier enthaltene Abbauprodukte von Alkohol oder Drogen werden ggf. in den entnommenen Proben sichtbar.

In einer Haarprobe ist der Konsum beziehungsweise die Abstinenz noch über Monate nachweisbar. Bei einer Urinprobe hingegen ist dies nur in einem recht kleinen Zeitfenster möglich. Daher werden die Kontrolltermine in diesem Fall sehr kurzfristig angesetzt. So können sich Teilnehmer nicht durch zeitweise Abstinenz auf eine solche Kontrolle vorbereiten.

Kann ich einen Abstinenznachweis kaufen?

Die Durchführung des Abstinenznachweises muss der Betroffene stets selbst bezahlen. Je nach gewählter Stelle und Häufigkeit der Kontrollen sind diese Kosten höchst unterschiedlich zu beziffern.

Einen Abstinenznachweis als Blanko-Scheck, der eine Abstinenz also ohne die vorgeschriebenen Tests bescheinigt, kann man auf legalem Wege nicht erwerben. Zwar bieten zahlreiche Stellen an, Betroffene in speziellen Kursen und mit verschiedenen Tipps so auf den Abstinenznachweis vorzubereiten, dass dieser besonders einfach zu bestehen sei. Dennoch kommt kein betroffener auf legalen Wegen um die Durchführung des Abstinenznachweises herum.

Kann man die Abstinenz verkürzen?

Wir stehen in ständigem Austausch mit Toxikologen, Verkehrstherapeuten und Assessment-Centern, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Im Bereich der Abstinenzpflicht und den damit zusammenhängenden Fragen zu Wirkmechanismen, Reduktionsfristen etc. sind wir also nicht nur theoretisch durch die einschlägigen Leitlinien informiert. Wir verfügen auch über neue Erkenntnisse aus der praktischen Toxikologie, die zu Argumenten und Vorgehensweisen führen können. Somit ist die Abstinenzzeit deutlich zu verkürzen.

Natürlich spielen andere Umstände im Leben des Kunden immer eine entscheidende Rolle. Beratungsstellen verlangen manchmal den Nachweis einer langfristigen Abstinenz. Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, die Frist für den Nachweis von Prüfungen erheblich zu verkürzen oder überhaupt keinen Nachweis zu verlangen.

So haben einige unserer Klienten, die wegen alkoholbedingter Verkehrsverstöße aufgefallen waren, sehr kurzfristig in die MPU überführt. Beratungsstellen oder andere MPU-Berater haben ihnen gesagt, dass sie mindestens 12 Monate lang alkoholabstinent zu sein haben Dies hat auch dokumentiert zu sein und zusätzlich der Alkoholkonsum moderat zu sein hat.

Was die Drogen betrifft, so ist die derzeitige Regelung des gelegentlichen Cannabiskonsums in der Praxis sehr schwierig. Der Betroffene muss durch die MPU nachweisen, dass er Alkoholkonsum und Autofahren sicher trennen kann. Ebenso hat kein weiterer Konsum von Alkohol oder anderen psychoaktiven Substanzen vorzuliegen die Persönlichkeitsstörung und kein Kontrollverlust auslöst.

Diese Prüfung wird von den Genehmigungsbehörden immer unmittelbar nach der Begehung der Straftat verlangt. Zu dem ist die Antwort auf diese Frage nur ein klares Nein. Die derzeitige Praxis legt jedoch nahe, dass die MPU frühestens nach 6 Monaten erfolgversprechend ist. Dies ist basierend auf den Beurteilungsrichtlinien für nachgewiesene Abstinenz.

Der Gesetzgeber schreibt die Abstinenz in den gesetzlichen Bestimmungen jedoch überhaupt nicht vor. Das Erfordernis der Abstinenz ist in den Beurteilungsrichtlinien, die von Ärzten und Psychologen ausgearbeitet haben. Diese sind nur implizit enthalten, haben aber keinen Rechtscharakter.

Die Praxis der Fahrerlaubnisbehörden, die in Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen der Begutachtungsrichtlinien, wonach ein positives MPU-Ergebnis erst nach sechsmonatiger Abstinenz erzielt werden kann, sofort eine MPU verlangen, deren negatives Ergebnis zu diesem Zeitpunkt zweifelsfrei feststeht ist zweifelhaft.

Kann man rückwirkend Abstinenz?

Anders als bei der Teilnahme an einem Urin-Screening-Programm müssen Sie nicht spätestens am Tag nach Ihrem Kurztermin eine Probe abgeben, sondern können Termine für die Abgabe von Haarproben mehrere Wochen im Voraus planen und koordinieren.

Außerdem kann bei der Haaranalyse im Gegensatz zum Urin-Screening-Programm eine mehrmonatige Vorgeschichte abbilden. Bei Alkohol sind es maximal 3 Monate. Für Drogen ist der rückwirkende Nachweis 6 Monate möglich.

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