Wie MPU bestehen

Jeder Mensch weiß um die Mühen die es kostet, den Führerschein zu machen. Wochen, oft sogar monatelang muss man an zahlreichen Theorie- und Praxisstunden in der Fahrschule teilnehmen, bis man mit erfolgreich absolvierter Prüfung endlich die begehrte Fahrerlaubnis in Händen hält. Wie die Wie MPU bestehen auch Ihnen leicht gelingt. Sie wieder entzogen zu bekommen, kann allerdings eine deutlich schnellere Angelegenheit sein.

Will man den Führerschein anschließend wiederbekommen, ist das ebenfalls ein langer, steiniger Weg. In vielen Fällen kommt man nicht daran vorbei, an einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) teilzunehmen. Dieses Instrument ist geschaffen, um die generelle Eignung einer Person zur Teilnahme am Straßenverkehr festzustellen.

Kann man die MPU bestehen?

Trotz aller Mythen, Legenden und Vorurteile: Die MPU ist kein Instrument der Bestrafung, sondern der Überprüfung. Durch eine eigens entwickelte Methodik ergründet der Psychologe, ob jemand geistig und körperlich in der Lage ist, durch das Steuern eines Kraftfahrzeuges am Straßenverkehr teilzunehmen. Das Grundprinzip dieses Instruments hat sich seit dessen Einführung im Jahr 1954 nur geringfügig geändert.

Zu den erwähnten Vorurteilen gehört auch die Aussage, man könne die MPU bei einem ersten Versuch grundsätzlich nicht bestehen. Gründe dafür seien etwa, dass der Gutachter eine Art Exempel statuieren und den Teilnehmer möglichst lange hinhalten wolle, bis dieser seinen Führerschein neu beantragen kann. Zudem spielten Sympathien und Antipathien eine sehr wichtige Rolle. „Dem Gutachter hat meine Nase nicht gefallen!“ ist eine übliche Aussage, die man nach einer nicht bestandenen MPU des Öfteren zu hören bekommt.

Fakt ist: Durch die Standardisierung des MPU-Verfahrens lässt sich eine Ungleichbehandlung der Teilnehmer weitestgehend ausschließen. Zwar mag eine solche im Einzelfall vorkommen, die Regel ist sie allerdings keineswegs. Auch ist es niemandem daran gelegen, MPU Teilnehmer zu drangsalieren und grundlos davon abzuhalten, den Führerschein wieder neu zu beantragen. Die MPU ist somit weder eine unüberwindbare Hürde noch eine Pro-forma-Einrichtung, die man mit Leichtigkeit durchlaufen kann.

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Ist die MPU wirklich so schwer?

Da die MPU nicht als Instrument der Schikane eingeführt wurde, macht sie es den Teilnehmern nicht schwieriger als notwendig. Allerdings braucht man nur an den ursprünglichen Erwerb des Führerscheins zurück zu denken. Schon damals sah man sich mit Fragen und Aufgaben konfrontiert, die teilweise recht kniffelig waren.

Untersuchungen und Befragungen ergeben, dass die meisten Autofahrer einen großen Teil der einst richtig beantworteten Fragen nicht mehr aus dem Stehgreif beantworten könnten. Dieser Umstand wird im alltäglichen Straßenverkehr so hingenommen und von polizeilicher Seite auch nicht kontrolliert. Solange man sich verkehrsrechtlich nichts zuschulden kommen lässt, kommt es auf viele Details also nicht an.

Wer allerdings zur Teilnahme an einer MPU verpflichtet ist, hat verkehrsrechtlich einiges auf dem Kerbholz. Für die Führerscheinstelle und die Institution, bei der die MPU durchgeführt wird, ist das Grund genug, etwas genauer hinzuschauen. Fragen, die ein Autofahrer normalerweise zu beantworten hat, sind hier selbstverständlich gestellt und müssen korrekt beantwortet sein. Wer mit Erfolg an einer MPU teilnimmt, ist also sehr wahrscheinlich auf einem höheren Wissensstand als ein durchschnittlicher Autofahrer.

All dies bedeutet allerdings nicht, dass die in der MPU gestellten Fragen unlösbar seien. Eine gezielte Vorbereitung auf die MPU in diesem Zusammenhang ist machbar und empfehlenswert, um an der Maßnahme mit Erfolg teilzunehmen. Der schwierigste Teil besteht für die meisten Menschen aus dem psychologischen Gespräch im Rahmen der MPU.

In einem solchen will der Gutachter herausfinden, ob sich die innere Einstellung des Teilnehmers positiv geändert hat. Ist dies nicht oder nicht deutlich genug erkennbar, wird der Gutachter im Zweifel eher eine negative Prognose abgeben und sich dem erneuten Antrag auf Ausstellung eines Führerscheins in den Weg stellen.

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Wie viel Prozent fallen bei der MPU durch?

Die Durchfallquote bei der MPU schwankt von Jahr. Allerdings ist sie deutlich geringer, als die meisten Menschen es vermuten. Rund 50 bis 60 Prozent der Teilnehmer bestehen die MPU, durch Durchfallquote liegt demnach zwischen 40 und 50 Prozent.

Exakte Statistiken darüber, wo die Gründe für das Nichtbestehen zu suchen sind, gibt es leider nicht. Auch wird nicht näher aufgeschlüsselt, wie viele der jeweils erfolgreichen Absolventen bereits einen oder mehrere Versuche hinter sich haben.

Kann man die MPU beim 1. Mal bestehen?

Zu den meistgenannten Legenden, die sich rund um die MPU ranken, gehört auch diese: „Die MPU kann man gar nicht beim ersten Versuch bestehen!“ Allerdings ist das in dieser Form unrichtig. Wer ein paar Dinge beachtet, kann die MPU durchaus schon beim ersten Mal bestehen.

Die innere Einstellung zur MPU-Prüfung

Auch wenn die MPU nicht als ein Instrument der Bestrafung eingerichtet wurde, ist hier dennoch die richtige Grundhaltung wichtig. Wer mit der Einstellung zur MPU geht „Ich sehe nicht ein, dass ich etwas falsch gemacht habe!“, wird es schwer haben, die MPU erfolgreich, also mit einer guten Prognose zu durchlaufen. Verkehrspsychologen wollen davon überzeugt werden, dass ein MPU Teilnehmer sein Fehlerhalten erkannt und reflektiert hat. Nur so bestehen Gründe für die Annahme, dass er ähnliche Fehler in der Zukunft nicht mehr machen wird.

Das Erscheinungsbild bei der MPU-Prüfung

Auch wenn Sympathie und Antipathie bei einer objektiv durchgeführten MPU keine Rolle spielen sollen, gibt es dennoch keine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Wer ungepflegt zum Termin erscheint und dort vielleicht sogar durch ein unfreundliches, unkooperatives Verhalten auffällt, kann kaum auf einen positiven Eindruck des Gutachters bauen. Eher im Gegenteil: Ein negatives Auftreten lässt eine unstete Persönlichkeit erkennen, der man eine grundlegende, dauerhaft positive Veränderung des Verhaltens im Straßenverkehr nur ungerne attestieren wird.

Die Vorbereitung zur MPU-Prüfung

Auch wenn der genaue Ablauf der MPU durchaus veränderlich ist und außerdem davon abhängt, warum man an der MPU teilnehmen muss und wo man diese absolviert, ist ein grundsätzliches Schema durchaus bekannt. Anhand dessen kann man sich gezielt auf die Teilnahme an der MPU vorbereiten.

Hierzu gibt es die Möglichkeit, sich selbst und alleine intensiv mit der Materie zu befassen, was erfahrungsgemäß allerdings meistens nur unzureichend gelingt. Eine andere Option ist die professionelle Hilfe von außen. Kurzseminare und Wochenendkurse sind im Vergleich zu Vorbereitungskursen, die sich über 3 bis 6 Monate erstrecken, eher nicht zu empfehlen. Allerdings ist jede Vorbereitung besser, als komplett unvorbereitet in die MPU zu gehen.

Wie viele Fragen werden bei der MPU gestellt?

Die MPU besteht aus mehreren Teilbereichen. Feste Bestandteile sind der Aufmerksamkeits- und Reaktionstest, der mittels standardisierter Software am Computer durchgeführt wird. Außerdem gehören die medizinische Untersuchung und das psychologische Gespräch zur MPU. Letzteres wird von vielen Teilnehmern als der große Knackpunkt betrachtet, da man sich hierauf nur eingeschränkt vorbereiten kann.

Es gibt weder einen fixen Fragenkatalog noch eine Art Fahrplan, in welchem der Ablauf des psychologischen Gespräches festgelegt wäre. Die Einzelheiten sind abhängig von

  • der Ursache, die zur verpflichtenden MPU Teilnahme geführt hat,
  • der mit der Durchführung der MPU betrauten Stelle und
  • dem individuellen Vorgehen des jeweiligen Gutachters.

Das psychologische Gespräch wird zwar in Teilen in der Form eines Interviews geführt, allerdings nicht in seiner gesamten Länge. Viele Gutachter führen mit dem Teilnehmer lieber ein etwa einstündiges Zwiegespräch. Dementsprechend variiert die Anzahl der gestellten Fragen vergleichsweise stark.

Welche Fragen werden bei der MPU gestellt?

Nicht nur die Anzahl der Fragen, sondern auch der Inhalt der Fragen variiert je nach Einzelfall teilweise stark. Generell gilt: Alle Fragen, die der Gutachter bei der MPU stellt, müssen entweder

  • in unmittelbarem Zusammenhang mit dem der MPU zugrundeliegenden Delikt stehen oder
  • notwendig sein, um einen vielschichtigen Eindruck vom Wesen und der inneren Einstellung des Teilnehmers zu bekommen.

Selbstverständlich hat der Verkehrspsychologe auch bei diesen Aspekten relativ breit gefächerte Interpretationsmöglichkeiten. Um Fragen auszuschließen, die den Teilnehmer in Erklärungsnöte bringen oder auf unangemessene Art und Weise indiskret sein könnten, wird das psychologische Gespräch über den gesamten Verlauf aufgezeichnet.

Sieht der Teilnehmer etwa nach einer nicht bestandenen MPU den Rechtsweg für angebracht, kann der Mitschnitt auf eventuell unangemessene Fragen kontrolliert werden. Unter gewissen Voraussetzungen kann eine Neubewertung des psychologischen Gesprächs vorgenommen und das Gesamtergebnis der MPU eventuell noch positiv verändern.

Wie oft kann man durch die MPU fallen?

Wahrscheinlich hat schon jeder mal von den entsprechenden Gerüchten gehört: Wer die MPU beim dritten Versuch nicht bestehen würde, hätte die Teilnahme bis an sein Lebensende verwirkt – und damit auch die Chance, den Führerschein irgendwann wieder beantragen zu können.

Diese Gerüchte sind allerdings vollkommen haltlos. Jeder Mensch hat das Recht, die MPU Teilnahme beliebig oft zu wiederholen. Allerdings ist dies jedes Mal neu mit Kosten verbunden, die durch den Teilnehmer selbst in voller Höhe aufzubringen sind.

Anders als die Gerüchteküche behauptet ist es nicht das Bestreben der durchführenden Stelle, MPU Teilnehmer immer wieder „Ehrenrunden“ drehen zu lassen, um auf diese Weise mehr Geld kassieren zu können. Denn auch die beauftragten Institutionen unterliegen einer Kontrolle, daher können sie sich keine negativen Auffälligkeiten im größeren Stil leisten.

Auch die Führerscheinstelle betrachtet die MPU nicht als Strafe, mit der sie den jeweiligen Teilnehmer gängeln könnte. Im Gegenteil: Der Teilnehmer bekommt hier die dringende Empfehlung, sich auf die MPU Teilnahme professionell vorzubereiten, um schon bald wieder einen Führerschein beantragen zu können.

Die Behörden wie auch die durchführenden Stellen sind also gutwillig und unterstützen den MPU Teilnehmer auf seinem Weg durch das Verfahren und zurück zum Führerschein. Gleiches wird allerdings auch von Seiten des Teilnehmers selbst erwartet: Die richtige Grundhaltung und eine gute Vorbereitung sind beste Voraussetzungen, um die MPU beim ersten Mal zu bestehen. Dann erübrigen sich ohnehin alle Fragen nach einer möglichen Wiederholung.

Fazit: Warum ist die MPU so schwer – Wie MPU bestehen?

Wer die Teilnahme an einer MPU verpflichtend angeordnet bekommt, hat sich einen großen verkehrsrechtlichen Fehler geleistet. Dabei kann es sich um Raserei oder wiederholt rücksichtsloses Fahren handeln, oft aber auch um das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

Verliert man den Führerschein aus einem der genannten Gründe, so muss das Risiko eines Rückfalls in das negative, nicht zu tolerierende Verhalten weitestmöglich ausgeschlossen werden. Gleiches gilt auch für Menschen, die zwar noch nie einen Führerschein besessen haben, aber bereits wegen verkehrsrechtlicher Delikte aufgefallen sind und nun eine Fahrerlaubnis erwerben wollen.

Auch wenn es sich für die Teilnehmer so anfühlen mag: Es handelt sich bei diesem Verfahren nicht um eine Bestrafung oder Gängelei. Allerdings will der Gesetzgeber sichergehen, dass nur Menschen hinter dem Steuer eines Kraftfahrzeuges sitzen, die dazu körperlich und geistig in der Lage sind. Es gilt also auszuschließen, dass motorische oder mentale Defizite einem (Neu-)Antrag auf Ausstellung eines Führerscheines im Wege stehen. Dies trägt zur Sicherheit des Einzelnen, aber auch anderer Teilnehmer des Straßenverkehrs bei.

Anders als vor Gericht gilt bei der MPU nicht der Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“, sondern „Im Zweifel für die Sicherheit“. Bevor man jemandem einen Führerschein erneut aushändigt, der womöglich nach wie vor nicht zum Autofahren in der Lage ist, entscheidet man sich also eher dagegen und spricht eine negative Prognose aus.

Es ist also immer sinnvoll, den eigenen Fehler zu reflektieren und sich so gut wie möglich auf die MPU vorzubereiten. Denn letztlich geht es nicht einfach nur darum, eine Art Prüfung zu bestehen. Mit bestandener MPU möchte man wieder als sicherer, vertrauenswürdiger Fahrer eines Kraftfahrzeugs am Straßenverkehr teilnehmen.

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