Ist ein einmaliger Alkoholkonsum in den Haaren nachweisbar?

Kann man einmaligen Alkoholkonsum nachweisen?

Das menschliche Haar ist nicht nur ein Körperschmuck, sondern auch ein recht guter Datenspeicher in Bezug auf den Stoffwechsel. So lässt sich der Konsum von Alkohol anhand der Alkoholabbauprodukte Ethylglucuronid (EtG) und Fettsäureethylester (FSEE) sicher und zuverlässig nachweisen. Ist ein einmaliger Alkoholkonsum in den Haaren nachweisbar?

Zwar werden die genannten Alkoholmarker zu größten Teilen wieder durch den Urin ausgeschieden. Ein kleinerer Teil wird allerdings in der Kopf- und Körperbehaarung eingelagert und bleibt dort dauerhaft gespeichert. Und das bereits beim Konsum von kleinsten Mengen Alkohol.

Schon der Konsum einer alkoholhaltigen Praline oder einer ebensolchen Sauce kann ausreichen, um dementsprechende Spuren in die Haare einzutragen. Leider geschieht dieser Vorgang auch unbestechlich und unbeeinflussbar. Das Trinken von viel Wasser kann zwar die Urinwerte ein Stück weit verändern. Das Haar bleibt davon allerdings unbenommen.


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Wie aussagekräftig ist eine Haaranalyse?

Um eine Haaranalyse vornehmen zu können, müssen bestimme Faktoren stimmen. Die Person muss über ausreichend viel und ausreichend langes Haar verfügen. Außerdem darf selbiges nicht gefärbt, getönt, gebleicht oder anderweitig chemisch behandelt sein.

Wenn all diese Parameter berücksichtigt wurden, ist die Haaranalyse sehr genau. Ist ein einmaliger Alkoholkonsum in den Haaren nachweisbar? Denn bereits kleinste Mengen von Alkohol hinterlassen ihre Spuren im menschlichen Haar. Und selbst wenn man auf den Konsum von Alkohol zu 100% verzichtet, können bestimmte Umwelteinflüsse dafür sorgen, dass die Werte der Alkoholmarker EtG und FSEE zwar nahe, aber nicht vollständig bei null liegen.

Da die einmal im Haar angereicherten Stoffe sich nicht wieder verflüchtigen, kann man den Alkoholkonsum noch nach Monaten sicher nachweisen – oder selbigen über eine lange Zeit hinweg ausschließen.

Praxiswissen: Wieviel Alkohol über ETG ist in Haaren nachweisbar?

Was verfälscht eine Haaranalyse?

Eine Haaranalyse ist nur dann verlässlich, wenn die Faktoren dafür stimmen. So muss das Haar nicht nur ausreichend voll und lang genug sein. Es darf außerdem nicht gefärbt, getönt, gebleicht oder anderweitig chemisch behandelt sein.

Denn all dies wirkt sich auf die Haaranalyse aus, unter Umständen sogar zu Ungunsten der teilnehmenden Person. Durch häufiges und gründliches Haarewaschen kann man zudem den Wert des Alkoholmarkers EtG beeinflussen. Allerdings bleibt der FSEE-Wert davon unverändert, sodass man sich derlei Versuche sparen kann.

Lesetipp: Wie genau ist die Haaranalyse auf Alkohol?

Wie kann ich eine Haarprobe manipulieren?

Wer eine offizielle Haarprobe abgeben muss, darf weder gefärbtes noch gebleichtes oder getöntes noch sonstwie chemisch behandeltes Haar haben. Für die Probe werden in der Regel zwei bleistiftdicke Strähnen von je drei Zentimetern Länge durch Fachpersonal entnommen. Nach der Probenentnahme darf die teilnehmende Person nicht mehr mit den Haaren in Kontakt kommen.

Aber auch im Vorfeld ist eine Manipulation kaum möglich. Das Trinken von viel Wasser nach dem Konsum von Alkohol kann zwar die Werte der Alkoholmarker im Urin drücken, hat aber keinen Einfluss auf die Einlagerung in den Haaren. Das häufige und gründliche Haarewaschen ist in dieser Hinsicht ebenfalls nicht zielführend. Denn dadurch kann man lediglich ein Stück weit Einfluss auf den EtG-Wert nehmen. Das FSEE hingegen bleibt davon unberührt.

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