Abstinenzkontrolle

Was ist eine Abstinenzkontrolle?

Abstinenzkontrolle
Abstinenzkontrolle
Wer unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder bewusstseinserweiternden Medikamenten ein Kraftfahrzeug führt, gefährdet sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer. Bei einer Kontrolle oder im Falle einer Unfallbeteiligung kennt die Polizei deshalb auch kein Pardon. Der Drogen- beziehungsweise Medikamentenkonsum führt sofort zum Entzug der Fahrerlaubnis. Bei Alkohol ist dies oberhalb eines Blutalkohols von 1,6 Promille ebenfalls der Fall und eine Abstinenzkontrolle folgt.

Nach einer Sperrfrist muss an einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) teilgenommen werden. Für diese wiederum ist in den beschriebenen Fällen ein sogenannter Abstinenznachweis erforderlich. Das bedeutet schlicht, dass man nachweist, innerhalb eines zuvor festgelegten Zeitraumes abstinent von Drogen beziehungsweise Alkohol bleibt.

Hierfür gibt es die Möglichkeit der Haaranalyse, denn das menschliche Haar speichert die Abbauprodukte der fraglichen Substanzen dauerhaft ab. Somit genügt es auch, alle drei Monate zwei drei Zentimeter lange Haarproben abzugeben, die auf entsprechende Stoffe hin untersucht werden. wenn der betroffene nicht ausreichend viele oder gebleichte, gefärbte beziehungsweise getönte Haare hat, wird auf die alternative Möglichkeit des Urinscreenings zurückgegriffen.

Denn auch im Urin sind Rückstände der Substanzen zu finden, wenn auch nur für relativ kurze Zeit. Deshalb werden innerhalb des festgelegten Zeitraumes Termine zum Urinscreening kurzfristig anberaumt. So hat der Teilnehmer keine Möglichkeit, die Probe durch kurzzeitige Abstinenz zu beeinflussen, um anschließend wieder zur Droge oder zur Flasche zu greifen.


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Wo mache ich Abstinenznachweise?

Auch wenn für die Teilnahme an der MPU ein zuvor durchgeführter, negativer Abstinenznachweis erforderlich ist, ist der Teilnehmende immer selbst der Auftraggeber des Abstinenznachweises. Das bedeutet also, dass sich der Betroffene selbst darum bemühen muss, einen solchen Abstinenznachweis durchführen zu lassen.

Ansprechpartner für einen rechtsgültigen Abstinenznachweis durch Abstinenzkontrolle sind meistens die Begutachtungsstellen, an denen später auch die MPU durchgeführt wird. Die bekanntesten Beispiele dafür sind TÜV und DEKRA.

Es gibt aber auch noch alternative Möglichkeiten:

  • Ärzte der Rechtsmedizin,
  • Ärzte der Verkehrsmedizin,
  • Ärzte der Betriebsmedizin,
  • Ärzte des Gesundheitsamtes,
  • Ärzte des öffentlichen Dienstes,
  • Toxikologen sowie
  • forensisch akkreditierte Labore

können ebenfalls einen Abstinenznachweis durchführen. Andere Medizinerinnen und Mediziner, die etwa in der hausärztlichen Praxis beschäftigt sind, kommen hierfür allerdings nicht infrage.

Wenn kein rechtsgültiger Abstinenznachweis benötigt wird, man sich aber ein Bild über den etwaigen Alkohol- beziehungsweise Drogenkonsum eines Kindes machen möchte oder den Verdacht hat, unabsichtlich unter Drogen beziehungsweise Alkohol gesetzt worden zu sein, kann man auch privat einen Test durchführen lassen.

Dann kann man sich an die Hausärztin beziehungsweise den Hausarzt, eine Apotheke oder direkt an ein Labor wenden. Für Tests ohne Rechtsgültigkeit gibt es unterschiedliche Verfahren der Selbsttestung oder der Testdurchführung durch medizinisches Fachpersonal. Je nach gewähltem Verfahren ist das Ergebnis mehr oder weniger verlässlich.

Welche Möglichkeiten der Abstinenzkontrolle gibt es?

Wenn ein rechtsgültiger, auch im Rahmen der MPU anerkannter Abstinenznachweis erforderlich ist, gibt es zwei gängige Verfahren. Die übliche und preisgünstigere Form ist die Haaranalyse. Da das menschliche Haar die Abbauprodukte des Konsums von Drogen oder Alkohol dauerhaft speichert, können die noch nach Monaten aus den Haaren ausgelesen werden.

Hierfür werden während des festgelegten Abstinenzzeitraumes im dreimonatigen Rhythmus Kontrolltermine anberaumt, bei denen zwei bleistiftdicke Strähnen aus dem Bereich des Hinterkopfes entnommen werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Teilnehmende ausreichend viele Haare hat, die nicht gefärbt, getönt oder gebleicht sein dürfen.

Alternativ können auch Haare aus anderen Bereichen des Körpers oder über den Kopf verteilt gesammelt werden. Ist dies auch nicht möglich, so ist das Urinscreening eine weitere Alternative. Denn auch im menschlichen Urin lassen sich Spuren eines Drogen- oder Alkoholkonsums nachweisen. Allerdings kann man hier nur über einen kurzen Zeitraum in die Vergangenheit blicken. Um trotzdem eine Abstinenz mittels Urinscreening nachweisen zu können, werden während des festgelegten Abstinenzeitraumes eine bestimmte Anzahl an Kontrollterminen anberaumt.

Die konkreten Termine werden allerdings sehr kurzfristig vereinbart: So lässt sich verhindern, dass sich ein Betroffener auf den Termin vorbereitet, indem er seinen Drogen- oder Alkoholkonsum nur kurzzeitig unterbricht, um anschließend wieder weiter zu konsumieren. Die Teilnahme am Urinscreening erfordert für die Betroffenen also ein hohes Maß an Spontaneität. Die eigentliche Abgabe der Probe erfolgt kurz und schmerzlos. Allerdings muss sie unter den wachsamen Augen einer Ärztin oder eines Arztes geschehen, um auch an dieser Stelle Betrugsversuche auszuschließen.

Für Drogen- oder Alkoholtests, die keinen offiziellen Charakter besitzen müssen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Einige Tests kann der Hausarzt durchführen, man kann sich aber auch in der Apotheke, online oder direkt bei einem Labor ein Testkit für einen Selbsttest besorgen.

Wer macht eine Haaranalyse für MPU?

Wenn für die Zulassung zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) ein Abstinenznachweis erforderlich ist, kann dieser nur an einer entsprechend sachkundigen und zugelassenen Stelle durchgeführt werden. Neben dem Urinscreening steht hierbei das Verfahren der Haaranalyse zur Verfügung. Dabei handelt es sich um das unkompliziertere und preisgünstigere Verfahren, das an vielen Stellen durchgeführt werden kann. Neben der Stelle, an der später die MPU durchgeführt, gibt es weitere Ansprechpartner. Das sind

  • Mediziner der Betriebs-, Rechts- oder Verkehrsmedizin,
  • Mediziner des öffentlichen Dienstes oder des Gesundheitsamtes,
  • Toxikologen und
  • forensisch akkreditierte Labore.

Der Hausarzt oder Ärzte anderer Fachrichtungen dürfen den Abstinenznachweis nur durchführen, wenn er keine Rechtsbindung haben muss oder der jeweilige Mediziner eine entsprechende Zusatzkompetenz besitzt.

In jedem Fall lohnt sich ein Vergleich der in der Stadt oder der Region verfügbaren Stellen. Denn bei der Preisgestaltung haben die Anbieter freie Hand, was zu großen Preisunterschieden führen kann. Dabei gilt es natürlich auch etwaige Fahrtkosten und logistische Schwierigkeiten mit einzubeziehen. Das Internet bietet die Möglichkeit, gezielt nach zugelassenen Stellen für die Durchführung einer Haaranalyse zu recherchieren.

Ansonsten können auch das Gesundheitsamt oder die Führerscheinstelle weiterhelfen. Auch ein vertrauensvolles Gespräch mit der Hausärztin beziehungsweise dem Hausarzt ist hilfreich. Von dort bekommt man gerne eine Weiterempfehlung an eine sachkundige Kollegin beziehungsweise einen ebensolchen Kollegen.

Wo mache ich ein Urinscreening?

Die Ansprechpartner für das Urinscreening sind in den meisten Fällen deckungsgleich mit jenen, bei denen man auch eine Haaranalyse durchführen lassen kann. Der Hausarzt beziehungsweise die Hausärztin könnte zwar eine abgegebene Probe in ein Labor schicken, allerdings hat diese keine rechtsverbindliche Wirkung.

Anders ausgedrückt: Wenn ein Urinscreening im Rahmen der Abstinenzkontrolle für die MPU erforderlich ist, muss man sich dafür an eine entsprechend zugelassene Stelle wenden. Ansprechpartner sind meistens die Stellen, bei der die MPU durchgeführt wird, beispielsweise TÜV oder DEKRA. Darüber hinaus kann man sich auch an Ärzte mit entsprechender Zusatzqualifikation wenden.

Dazu gehören die folgenden Berufsgruppen:

  • Ärztinnen oder Ärzte der Betriebs-, Rechts- oder Verkehrsmedizin,
  • Ärztinnen oder Ärzte des öffentlichen Dienstes beziehungsweise des Gesundheitsamtes und
  • Toxikologen.

Auch kann man sich direkt an ein forensisch akkreditiertes Labor wenden. Wichtig bei der Wahl der durchführenden Stelle ist eine gute Erreichbarkeit derselben. Denn die Kontrolltermine zum Urinscreening werden stets kurzfristig anberaumt, um Manipulationsversuche ausschließen zu können: Da der Konsum der entsprechenden Substanzen im Urin nur kurze Zeit nachweisbar ist, muss sich der Betroffene jederzeit auf eine stichprobenartige Kontrolle einstellen.

Dann ist Flexibilität gefragt, denn der Termin wird maximal 24 Stunden nach Vereinbarung stattfinden. Die durchführende Stelle beziehungsweise das Labor muss zum vereinbarten Zeitpunkt idealerweise zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden können. Deshalb ist es auch wenig sinnvoll, bei der Wahl des Labors nur auf die Kosten zu achten. In vielen Fällen macht der logistische Vorteil einen höheren Preis für das Urinscreening locker wieder wett.

Je nach Stadt oder Region gibt es eine mehr oder weniger breite Auswahl an Medizinern oder Laboren, bei denen ein Urinscreening durchgeführt werden kann. Eine Recherche im Internet hilft weiter, man kann sich aber auch beim Gesundheitsamt erkundigen oder den Hausarzt bitten, einen fachkundigen Kollegen in der Region zu benennen.

Wer muss Abstinenz nachweisen?

Wer alkoholisiert oder unter dem Einfluss von Drogen Auto fährt, muss im Falle eines Unfalls oder einer allgemeinen Verkehrskontrolle mit dem Entzug des Führerscheins rechnen. In jedem Fall darf man während einer polizeilich festgelegten Sperrfrist im Bereich der StVO führen. Bei einem Drogendelikt oder einem Blutalkohol von mehr als 1,6 Promille wird zudem die Teilnahme an einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) angeordnet.

Voraussetzung für die Teilnahme ist in vielen Fällen ein gültiger Abstinenznachweis: Wenn von einer bestehenden Alkohol- oder Drogenabhängigkeit ausgegangen werden muss, kann das Führen eines Kraftfahrzeugs zur Gefahr für das eigene Leben und das von anderen Verkehrsteilnehmern führen. Um sicherzustellen, dass künftig mit keiner Wiederholungstat zu rechnen ist, muss ein Abstinenznachweis erbracht werden.

Über einen zuvor festgelegten Zeitraum hinweg (meistens 6 oder 12 Monate) muss nachgewiesen werden, dass die betroffene Person trocken beziehungsweise clean geblieben ist. Dafür sind spezielle Kontrollen durch einen fachkundigen Mediziner beziehungsweise eine Medizinerin erforderlich. Methoden für die Durchführung der Abstinenzkontrollen sind entweder die Haaranalyse (die in der Regel alle drei Monate durchgeführt wird) oder das Urinscreening.

Bei letzterem ist es erforderlich, dass die Termine kurzfristig angesetzt werden. Denn das menschliche Haar speichert die Abbauprodukte von Drogen oder Alkohol zwar dauerhaft, im Urin lassen sich diese allerdings nur für recht kurze Zeit nachweisen. Einer Manipulation kann nur vorgebeugt werden, wenn sich der Teilnehmer nicht durch kurzzeitige Abstinenz auf den Termin vorbereiten kann.
Hinsichtlich eines Konsums von Drogen darf der Abstinenznachweis keinerlei Spuren zeigen. Bei Alkohol hingegen ist ein maßvoller Konsum zulässig, der keine weitere Alkoholfahrt befürchten lässt.

Wer ordnet den Abstinenznachweis an?

Während der Führerschein bei einer Fahrt unter Drogen- oder Alkoholeinfluss durch die Beamten vor Ort entzogen wird, ist für das weitere Verfahren die lokale Führerscheinstelle zuständig. Dort wird festgelegt, unter welchen Voraussetzungen jemand den Führerschein nach Ablauf der Sperrzeit wieder beantragen kann.

Fand sie Fahrt unter dem Einfluss von Alkohol statt, ohne dass von einem regelmäßigen Alkoholmissbrauch ausgegangen werden muss, so wird meistens kein Abstinenznachweis gefordert. Anders verhält es sich bei dem nachgewiesenen Konsum verbotener Drogen beziehungsweise bewusstseinsverändernder Substanzen. Hier ist der Abstinenznachweis unumgänglich.

Verpflichtend ist die Durchführung eines Abstinenznachweises allerdings nur unter der Prämisse, dass jemand den entzogenen Führerschein wieder neu beantragen möchte. Hat er nicht die Absicht, den Führerschein wieder zu bekommen, so ist weder die Durchführung der MPU noch der damit verbundene Abstinenznachweis verpflichtend zu erbringen.

Grundsätzlich ist ein Abstinenznachweis via Urinscreening oder Haaranalyse an einer dafür zugelassenen, sachkundigen Stelle durchzuführen. Das sind Ärzte der Verkehrs-, Betriebs- oder Rechtsmedizin, Toxikologen, Ärzte des Gesundheitsamtes sowie Ärzte des öffentlichen Dienstes. Meistens ist auch die Stelle, an der man später die MPU durchführen möchte (zum Beispiel TÜV oder DEKRA) Ansprechpartner für den Abstinenznachweis.

Generell ist immer der Betroffene selbst der Auftraggeber des Abstinenznachweises. Daher hat man auch die Entscheidungsfreiheit für eine offiziell zugelassene Teststelle.

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